Spiel gegen Erfurt Nord 23.04.2016

Bad Tennstedt überrascht klar favorisierten Tabellenzweiten

Erfurt. Wenn ein Abstiegskandidat beim Tabellenzweiten siegt, ist das immer etwas Besonderes. Gewinnt der Außenseiter, wie in diesem Fall der TSV Bad Tennstedt beim FC Erfurt Nord, auch hochverdient, dann ist Außergewöhnliches passiert. Der Auftritt der Gäste an diesem 24. Spieltag in der Fußball-Landesklasse (Staffel 2) war einfach klasse und hatte nur einen Makel: Die Partie in Erfurt hätte viel früher entschieden sein müssen. Begonnen hatte alles recht normal. Ein Freistoß von Schuchardt klatschte an die Latte des Tores von TSV-Keeper Zier. Hier ahnte noch keiner, dass dies bis kurz vor der Pause die letzte gefährliche Situation vor dem Tennstedter Gehäuse war. Fortan spielten die Gäste schulmäßigen Konterfußball. Aus einer gut arbeitenden Deckung um die guten Bertuch-Brüder und einen überragenden E. Janetzky wurde die Erfurter Abwehr mit schnellen Pässen in die Spitze wieder und wieder düpiert. Saalfeld und Marek schickten im Minutentakt den schnellen Kiesel, doch der schien fast zu verzweifeln. Immer wieder lief er allein auf Torhüter Bergmann zu -erst mit einem Saalfeld-Pass und scheiterte am Keeper. Dann traf der Stürmer den Außenpfosten. Kurz darauf waren Saalfeld und Kiesel durch, der Routinier legte uneigennützig ab, Kiesel knallte die Kugel an den Pfosten. Dann blieb Bergmann zweimal Sieger. Langenhahn traf für Erfurt das Außennetz, aber es blieb beim 0:0 zur Pause. Damit war der Favorit richtig gut bedient, auch nach Ansicht der Gastgeber hätte Bad Tennstedt klar führen müssen. Nach dem Wechsel ging es im gleichen Takt weiter. Erfurt fiel nichts ein, der TSV konterte und Kiesel traf nicht - vorerst. Doch es kam die 64. Spielminute: Marek bediente Kiesel, der die Nerven behielt und zum 0:1 traf. Und da es gerade so viel Spaß machte, fand Marek den gelösten Kiesel mit einem feinen Pass - 0:2 in der 67. Minute. Ein Aufbäumen der Platzherren kam zwar, jedoch in echte Bedrängnis geriet Torhüter Zier nicht mehr. So brachte der TSV den Erfolg fast ungefährdet ins Ziel, Trainer Thomas Schmatz sprach hinterher von einer überragenden Teamleistung: „So viele vergebene Chancen rächen sich normalerweise. Wir sind aber ruhig geblieben und haben uns doch noch belohnt.“ Quelle TA GT

   

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